Hutba: Neuerungen und Aberglaube

Verehrte Muslime!

Mit dem Ableben unseres Propheten hat der Islam seine endgültige Gestalt gefunden. Ihm kann nichts mehr hinzugefügt werden, genauso wie auch nichts entfernt werden kann. Im Koran heißt es:

Am heutigen Tage habe ich für euch euren Glauben vervollständigt, meine Huld an euch vollendet und den Islam als Religion für euch erwählt.
[Sure Mâida 5:3]

Unser Prophet erklärte, was diese Religion ausmacht:

(Wisset, dass) von nun an das beste Wort das Buch Allahs (ist). Und der beste Weg zur Rechtleitung der von Muhammad gezeigte Weg. Das Schlechteste sind spätere Hinzufügungen (zur Religion). Jede (religiöse) Neuerung ist eine Irreleitung.
[Muslim, Dschum’a, 55; Hadith Nr. 867]

Liebe Geschwister!

Wir halten fest: Alles, was außerhalb von Koran und Prophetentradition steht, ist nichtig und ungültig. Alles, was nicht Koran und Sunna entspricht, gehört nicht zum Islam.

Verehrte Muslime!

Weder den Glaubensinhalten noch den Gottesdiensten kann etwas hinzugefügt werden. Wen unser Prophet gesagt hat, dass nach ihm kein weiterer Prophet (Nabî) oder Gesandter (Rasûl) kommen wird, dann ist das so. Wer etwas anderes behauptet, der irrt. Dem Koran zufolge ist die Religion vollendet. Wer sagt, dass im Koran etwas fehlt oder etwas überflüssig ist, der irrt.

Unser Prophet sagte, dass bestimmten Ereignissen, Zeiten, Orten, Dingen oder Wesen kein Unglück zuzuschreiben ist. Wer etwas anderes behauptet, liegt falsch. Für die Toten kann nur um Gnade gebetet werden. Wer die Grabstätten in Gebetsstätten umwandelt, in denen die Verstorbenen um etwas gebeten werden, zerstört den Glauben. Der Koran ist in dieser Hinsicht unzweideutig:

Sie wenden sich ab von Allah und beten zu Dingen, die ihnen weder zu nutzen noch zu schaden vermögen. Dies ist ein gründlicher Irrtum. [Sure Haddsch, 22:12]

Wahrsagerei zu betreiben, zu behaupten, Ereignisse zu kennen, bevor sie eintreten, oder über den Zustand von Verstorbenen im Jenseits Kenntnisse zu erhalten – all das sind große Sünden. Es sind abergläubische Lehren und Neuerungen (Bida), die keinen Platz in unserer Religion haben.

Das Alkoholverbot im Islam mit Aussagen wie „einmal ist keinmal“ auf die leichte Schulter zu nehmen, ist Unwissenheit.

Liebe Geschwister!

Die Gebote und Verbote der Religion entsprechend dem Zeitgeist für ungültig zu erklären oder zu verwässern, ist eine Neuerung und ein Irrglaube. Wir sollten wachsam sein und unsere Geschwister aufklären, damit wir alle im Glauben Allahs und seines Propheten standhaft bleiben.

Möge Allah uns die Kraft und den Willen geben, uns von Aberglauben fernzuhalten.
Quelle: igmg.org

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Fatih Şahin

Fatih Şahin ist seit 2010 ehrenamtlicher Vorstandsmitglied der Zentral Moschee Reutlingen. Er beschäftigt sich dabei hauptsächlich mit der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Organisationsstruktur des Vereins. Zur Zeit ist er als Sekretär des Vereins tätig. Beruflich arbeitet er als Softwareentwickler.

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